Kranprüfung

Die Kranprüfung in einer Kfz-Werkstatt ist die regelmäßige sicherheitstechnische Überprüfung von Werkstatt- oder Fahrzeugkranen (z. B. Hallenkran, Auslegerkran oder Ladekran), um einen sicheren Hebebetrieb zu gewährleisten und Unfälle durch Versagen von Bauteilen zu verhindern.

Zweck der Kranprüfung

Ziel ist es, sicherzustellen, dass der Kran Lasten sicher heben, halten und bewegen kann, ohne dass es zu gefährlichen Ausfällen von Tragmitteln, Bremsen oder der Steuerung kommt.

Rechtliche Grundlage

Die Prüfung erfolgt nach den Vorgaben der Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung sowie der Betriebssicherheitsverordnung und darf nur durch eine „befähigte Person“ durchgeführt werden.

Ablauf der Kranprüfung

1. Sichtprüfung

  • Tragkonstruktion (Risse, Verformungen, Korrosion)
  • Kranhaken und Sicherung (Verschleiß, Verformung, Funktion der Sicherung)
  • Seile, Ketten und Umlenkrollen auf Beschädigungen
  • Befestigungen und Schweißnähte kontrollieren
  • Kennzeichnungen und Traglastangaben prüfen

2. Funktionsprüfung

  • Heben, Senken und Verfahren aller Bewegungen testen
  • Endschalter und Not-Aus-Einrichtungen prüfen
  • Steuerung (Funk oder Kabel) auf sichere Funktion kontrollieren
  • Bremsen prüfen (Last muss sicher gehalten werden)

3. Antriebs- und Sicherheitssysteme

  • Elektrische Anlage auf Schäden und Schutzfunktionen prüfen
  • Hydraulische Systeme auf Dichtheit kontrollieren (falls vorhanden)
  • Überlastsicherung testen

4. Belastungsprüfung (wenn erforderlich)

  • Der Kran wird mit definierter Prüflast belastet, um Tragfähigkeit und Stabilität zu bestätigen

Dokumentation

Alle Ergebnisse werden dokumentiert:

  • Zustand des Krans
  • Festgestellte Mängel und Maßnahmen
  • Prüfer und Datum
  • Freigabe oder Sperrung des Krans

Prüffrist

  • Vor der ersten Inbetriebnahme
  • Nach wesentlichen Änderungen oder Reparaturen
  • Wiederkehrend in der Regel jährlich, abhängig von Nutzung und Gefährdungsbeurteilung
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